Meine Kernthemen
Medizinische Versorgung in den Fokus stellen

Aktuell ist die medizinische Grundversorgung durch niedergelassene Hausärzte gewährleistet, allerdings ist auch hier eine zunehmende Altersstruktur erkennbar. In vielen Praxen ist es gelungen, junge Nachfolgerinnen und Nachfolger zu gewinnen, einige Sitze sind nach Eintritt in den verdienten Ruhestand auch nicht nachbesetzt worden. In den nächsten zehn Jahren vermuten wir weitere, altersbedingte Schließungen.
Die Facharztversorgung, vorrangig Fachärzte mit Kassenzulassung, konzentriert sich auf benachbarte Städte mit großen Versorgungszentren.
In beiden Fällen müssen wir mit den beheimateten Ärzten vor Ort ein Kommunikationsnetz aufbauen. Möglicherweise braucht es Alternativen zu den klassischen einzelnen Hausarztpraxen, um auch in diesem Bereich Vereinbarung von Beruf und Familie zu ermöglichen und gleichzeitig die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Hier möchte ich unterstützen und mich aktiv einbringen!
Mit dem Einbecker BürgerSpital haben wir ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, das von der Einbecker Bevölkerung wie auch aus den Nachbarstädten gut angenommen wird. Das „kleine Krankenhaus auf dem Berg Einbecks“ bedeutet Sicherheit für uns Einbecker, es bedeutet persönliche und nahe Versorgung und es bedeutet bei medizinischen Notfällen Verlässlichkeit rund um die Uhr.
Das EBS vor Ort zu erhalten, hat für mich oberste Priorität – aus medizinischen wie auch aus wirtschaftlichen, das EBS ist ein vielfältiger Arbeitgeber! Hier möchte ich weiterhin unterstützen!
Nach der Schließung der Einbecker Bereitschaftspraxis durch die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsens fragt sich die Bevölkerung zu Recht, wie künftig die medizinischen Notfall-Versorgung sein wird. Hier werde ich die Einbecker Bevölkerung ständig informieren, auch wenn es primär Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung ist. Die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtgebiets müssen im Krankheits- oder Notfall wissen, welche Angebote es gibt. Ein zusätzliches Angebot könnte der Ausbau der Telemedizin sein – auch hier werde ich erklären und aufklären.
Die ambulante und stationäre Pflege im Stadtgebiet möchte ich aktiv mitgestalten. Nur mit dem „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ allein ist es nicht getan – wir benötigen auch die Mitarbeitenden, die als z.B. geforderte Notfallsanitäter oder Gemeindeschwestern tätig sein sollen. Hier haben wir mit der „Berufsfachschule Pflege“ an der BBS Einbeck einen starken Ausbilder vor Ort.
Als Verwaltung müssen wir die Pflege unserer älter werdenden Bevölkerung im Auge haben. Vorhandene Pflege – stationär und ambulant – müssen wir ausbauen, auch das ist Aufgabe der Verwaltung: Investoren und Anbieter werde ich auf Einbeck als attraktiven Standort aufmerksam machen.
Den vor zehn Jahren durch die CDU Einbeck ins Leben gerufene „Runden Tisch“ zur medizinischen Versorgung Einbecks möchte ich unbedingt wieder mit Leben füllen.
All diese Faktoren, und sie sind nur ein Teil des Ganzen, müssen wir gemeinsam betrachten. Die Zuständigkeit im medizinischen Bereich liegt zweifelsohne bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Als Bürgermeisterin werde ich mich aber für die Zukunft der medizinischen und pflegerischen Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Nicht schreiben, nicht reden – wir müssen es einfach machen! Das ist mein erklärtes Ziel!
Die Sicherung der ländlichen Gesundheit ist ein entscheidender Standortfaktor für Einbeck!
Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Soziales – und dazu gehört Pflege von Angehörigen und medizinische Versorgung – gehört zu meinen Kernthemen.