23. August 2026
Besuch des Viehhandelsunternehmens RVZ – Stellungnahme der Bürgermeisterkandidatin
Im Rahmen ihrer Betriebsbesuche besuchte die Bürgermeisterkandidatin Antje Sölter ein relativ kleines, aber sehr bedeutungsvolles Unternehmen: die Raiffeisen Viehzentrale -RVZ. Die Kandidatin ist für ihre Nähe zur Landwirtschaft bekannt, so dass sie sich auch zu einem oft kritisch betrachteten Thema ein eigenes, realistisches Bild machen wollte.
Aus einer kleinen Genossenschaft, die seit 1985 wie ein familieneführtes Unternehmen arbeitete, welches anfangs in verschiedenen Ortsteilen im Stadtgebiet beheimatet war, wurde im Laufe der Jahre das regional bedeutende Viehhandelsunternehmen RVZ. Seit jeher ist Bartshausen der Bürostandort, in Drüber ist der Betriebshof incl. einem Notstall beheimatet. Mit derzeit vier Büromitarbeitenden und fünf Kraftfahrern, sowie einem eigenen Fuhrpark von fünf LKW ist der Betrieb mehr als ausgelastet.
Die RVZ koordiniert Landwirte, Schweine und Fahrer sowie Schlachttermine, um maximale Effizienz bei der Beförderung sicherzustellen, vor allem aber auch, um dem Tierwohl höchste Priorität zu bieten. Transportzeiten bis maximal vier Stunden nach Ladung werden hierdurch garantiert. Eine Herausforderung auch, da die Anzahl der Schlachthöfe deutschlandweit abnimmt. Die angefahrenen Landwirte unterscheiden sich dabei stark in Größe und Bedarf: Vom kleinsten Betrieb mit 8 Ferkeln pro Lieferung bis zum größten mit 1.899 Ferkeln wöchentlich.
Darüber hinaus bietet die RVZ den Landwirten umfassenden Service – beratend, koordinierend und netzwerkend! Antje Sölter zeigte sich tief beeindruckt von dem facettenreichen Arbeitsumfang. Wichtig war ihr auch die Information, dass Schweine durch eine Software quasi „gläsern“ sind, jegliche Informationen eingepflegt werden und auch durch die Mitarbeitenden der RVZ eingesehen werden können. Der tägliche Blick in die Software mache also aus, dass Tierwohl wie auch Verbraucherschutz im Vordergrund ständen, so die Kandidatin. Zusätzliche tierärztliche Kontrollen direkt am Schlachthof, noch bevor ein Schwein diesen betreten hat, bestätigen dieses. Eine wichtige, der Kandidatin neue Information war, dass sowohl ein Salmonellen- wie auch ein Antibiotika-Status im Vorfeld ermittelt werden.
„Ich betrachte das Tierwohl als nicht gefährdet, sondern als respektiertes Ziel – dank strikter Regeln, kontinuierlicher Kontrollen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Viehzentrale. Aus einer kleinen Genossenschaft, der in einem Wohnhausbüro startete, ist heute der regionsgrößte Vermarkter in Einbeck-Bartshausen geworden. Diese Kontinuität über Jahre hinweg stärkt Vertrauen der Landwirte und beweist eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Landwirten und RVZ“, so Sölter. „Damit möchte ich nicht für einen täglichen Fleischverzehr stark machen! Es geht in diesem Beitrag nicht um den Fleischkonsum an sich. Es geht um Transparenz und Wissen, wie sich ein Weg vom Schweinestall zum Schlachthof gestaltet, und darum hervorzuheben, was dieser Betrieb an täglichen Herausforderungen meistert. Der größte Vermarkter der Region sitzt in Einbeck – das macht mich stolz. Auch das gehört zur Landwirtschaft!“